Können Brokkolisprossen Krebs vorbeugen?

Die medizinische Forschung hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Ernährung auseinandergesetzt. So gilt es mittlerweile als erwiesen, dass eine obst- und gemüsereiche und gleichzeitig fleischarme Ernährungsweise der Entwicklung von Krebs entgegenwirkt. Verantwortlich dafür sind v.a. die zahlreichen sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffe.

Eine besondere Rolle kommt hier den verschiedenen Kohlsorten, ganz besonders jedoch dem Brokkoli zu. Der Inhaltsstoff mit dem stärksten krebshemmenden Potential des Brokkoli heißt Sulforaphan. Diese Substanz, 1992 das erste Mal isoliert und seitdem eingehend erforscht, hat eine direkte Wirkung auf Tumorzellen.

In Brokkolisprossen wurde ein bis zu hundertfach höherer Gehalt an Sulforaphan nachgewiesen als in reifem Brokkoli.

Neben der direkt krebshemmenden Wirkung von Brokkolisprossen wurden auch antibiotische Wirkungen des Sulforaphans nachgewiesen. Die Sprossen senken im Magen die Belastung mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Der Erreger, mit dem weltweit jeder zweite Mensch infiziert ist, gilt als Hauptverursacher von Magengeschwüren und ist auch mitverantwortlich für die Entstehung von Magenkrebs.

Es gibt im Internet zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Brokkoli-Sprossen und Magenerkrankungen, z.B.: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,617568,00.html

Ein umfassendes und aktuelles Buch zum Thema Krebs und Ernährung: R.Béliveau, D.Gingras: Krebszellen mögen keine Himbeeren, Kösel-Verlag